Zuhause war einmal. Veränderung is gang und gebe

Nun ist es schon exakt ein Jahr her. Diese "wundervolle" idee über 600km von zuhause aus, zu studieren...so recht weiß ich immer noch nicht was ich davon halten soll. Das schlimmste daran ist, wie sehr ein dadurch bewusst wird wie schnell sich andere Menschen doch verändern. Oder vielleicht - Erwachsen werden. Zumindestens verstärkt sich der Eindruck, wenn man sich dann nur noch alle paar Monate mal sieht.
Wir hatten erst vorgestern ein Gespräch dadrüber. Man selbst hat irgendwie das Gefühl, sich nicht verändert zu haben und bei anderen merkt man z.B. das sie Prioritäten setzen. Hauptsächlich geht es da ums lernen und abgaben. Man lieber mal Zuhause bleibt, was ruhiges macht, womöglich auch alleine. Oder auch die Tatsache, das jetzt alles geplant werden muss... "früher" konnte man noch Spontan anrufen und was für den Abend ausmachen. Nun heißt es nur noch, hättest du mal früher was gesagt. Früher dachte man aber noch nicht soweit. Und das war eigentlich bei allen die ich so kenne, genauso.
Heißt, wenn man sich nicht daran gewöhnt, sich ehr zu verabreden, muss man sich daran gewöhnen das die Leute keine Zeit haben. Was vorallem dann schade ist, wenn man nur 4 Tage in der Heimat ist. Besonders schade ist es aber auch, wenn man dann mal 3 wochen vorher bescheid gibt und zich Leute fragt, ob sie auch vorbei kommen wollen und nur eine Hand voll Zusagen. Immerhin merkt man so, wer seine wirklichen Freunde sind. Abgesehen von denen die wirklich nen guten Absage grund haben (Arbeit/ Krank).
Was mich aber auch sehr gefreut hat, ist ein sehr guter Freund von mir. Der sich extra wegen mir auf den Weg gemacht hatte. Wir haben uns auch noch lange darüber Unterhalten, über die Veränderung, vorallem das sich auseinander leben. Das er es auch oft erlebt, das wenn er denn mal da ist, niemand für einen Zeit hat... weil das Leben hier geht halt weiter, auch ohne einen -meinte er so schön treffend. Aber auch die Tatsache das man sich melden muss...ich glaube man kann sehr gut darin sein, sich einzureden das man von sich aus doch genug tut und versucht den Kontakt zu halten...doch wieviel mühe gibt man sich eigentlich wirklich ? Er hat mir dinge von einer sehr guten Freundin von mir erzählt, die momentan im Ausland studiert, die ich überhaupt nicht wusste... Das stimmt ein irgendwie traurig. Klar kann man auch sagen, wieso erzählt sies nicht von sich aus... man kanns aber auch so nehmen, das man einfach mal fragen sollte, ja was wird den nun nach Studium mit dir und wie läufts eigentlich so in deiner Beziehung. Und kein smaltalk zwischen Tür und Angel...der oft genug zu stande kommt...
Was aber trotzdem das schönste ist...wenn man sich dann mal wieder live sieht und in den Armen hält, ist als wäre nichts passiert. Das Vertrauen bleibt und vorallem die Freundschaft. Wie ging der Spruch? "Freunde sind wie Sterne, man sieht sie nicht immer, aber sie sind immer da".
Ich hoffe ich kann mich in Zukunft mal dazu aufraffen, mehr Zeit darein zu investieren. Was gibt es schon wichtigeres?
Was aber an einem Auszug auch noch komisch ist. Das alte Zuhause verändert sich. Ich zum Beispiel habe kein eigenes Zimmer mehr, schlafe im Arbeitszimmer von meinem Papa und hab dadurch auch keinen Rückzugsort mehr für mich, muss die ganze Zeit also bei ihm rumlungern. Das ist nicht immer das schönste Gefühl...vorallem wenn man nicht viel mit einander redet. Nicht weil man sich nicht versteht, sondern weil's einfach so ist. Aber darauf geh ich bestimmt nochmal ein anderes mal ein
Jedenfalls ist das Zuhause gefühl irgendwie futsch. Genauso ist es bei den Freund - den ich Freitag getroffen habe- sein Zimmer bestand zwar noch, aber komplett leer...nur noch das Bettzeugs war da... wohl fühl faktor = Null. Da versteh ich auch warum er drauf bestand das wir noch zu ihm gehen. Wer will schon alleine sein, wenn man grad zu Besuch ist. Zu besuch in seinem eigenen Zuhause. Mir gefällt die Vorstellung garnicht. Aber es ist nun einmal tatsache. Ich fühl mich nur noch als Gast

3 Kommentare 19.8.12 23:55, kommentieren

Und täglich grüßt das Murmeltier...

Ich glaube, das ist mittlerweile mein dritter Blog, den ich nach langen Pausen anfange...Nach 'ner Weile schläft das bloggn bei mir irgendwie immer ein (: Liegt wohl an meiner Faulheit. Demnach mal sehen wie lange das hier läuft. Aufjedenfall ist es mal wieder an der Zeit. Mein kopf ist oft so voll, mit irgendwelchen Zeug das mich innerlich belastet ohne das ich es wirklich merke...das es nur gut tut wieder alles rauszubekommen. Eigentlich schreibe ich dazu auch ein klassisches Tagebuch, was sicherlich auch noch n Tick persönlicher ist, als ein Blog über den jeder Mensch stolpern kann . Nur da kann ich mich auch irgendwie selten aufraffen. Verdammter Schweinehund. Man merkt doch immer so schön, dass man nur anfangen muss, um in einen sogenannten "Flow" zu verfallen und dann geht alles wie im schlaf...Ich frag mich jedes mal, man weiß doch das wenn man sich einmal ran setzt, die Sache läuft, wieso also verdammt nochmal kann man sich nicht einfach aufraffen...sondern macht lieber nichts. Absolut nichts. Abgesehen vom nötigen atmen verfällt alles in nen Stillstand. Unnötig. Wer sich das wohl ausgedacht hat... Bewundern kann man ja die Leute die sagen: "ja heut mach ich das und das" und ohne langes rumgeeier setzen sie sich dran und tun was...
Hach,... das bräucht ich jetzt einfach...let's do it. Schließlich steht die nächste Klausur schon vor der Tür. Und die ist auch noch über zwei Semester...Die Panik kommt sicher noch.
Wäre das Leben doch ein Ponyhof. Ein Wunschkonzert. Neverland. Das denk ich mir so oft...doch der Gedanke der sofort danach kommt hat leider verdammt recht... Wie langweilig wäre das Leben nur. Gäbe es keine Zukunftsängste, Beziehungsstress, Familienärger oder klinsch zwischen Freunden. Andauernt Friede, Freude, Eierkuchen... warscheinlich würd man sich trotzdem noch drüber streiten das es leute gibt die Glücklicher sind, weil sie ein noch besseren weg zum leben gefunden haben, blabla...

5 Kommentare 18.8.12 23:41, kommentieren